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Catananga


Catananga

Missouri - Band 27
Missouri, Band 27 1. Auflage

von: Hal Warner

CHF 3.00

Verlag: VSS-Verlag
Format: EPUB
Veröffentl.: 26.02.2017
ISBN/EAN: 9783961270262
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 101

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Entsetzen packte die Bewohner von Adobe Walls, der kleinen Stadt im Panhandle von Texas. Soeben hatten sie erfahren, dass die Kiowas das Kriegsbeil ausgegraben hatten. Eine ganze Büffeljäger-Mannschaft war von ihnen draußen auf den Plains massakriert worden. Das gab ihnen die Zuversicht, auch Adobe Walls, den Hauptstützpunkt aller Büffeljäger, anzugreifen und zu vernichten. Und über der ganzen grausigen Szenerie stand ein Name wie ein Fluch:

CATANANGA!

Angst und Schrecken verknüften sich mit diesem Namen. Wer war dieser neue junge Häuptling der Kiowas, der so auffallend hellhäutig war?

Ein deutscher Western in Ebook-Erstauflage.
Entsetzen packte die Bewohner von Adobe Walls, der kleinen Stadt im Panhandle von Texas. Soeben hatten sie erfahren, dass die Kiowas das Kriegsbeil ausgegraben hatten. Eine ganze Büffeljäger-Mannschaft war von ihnen draußen auf den Plains massakriert worden. Das gab ihnen die Zuversicht, auch Adobe Walls, den Hauptstützpunkt aller Büffeljäger, ...
„Indianer...!“ Dieser Schrei gellte über die Prärie, und schon war die Hölle los.
Es waren mindestens vierzig Kiowas. Wie aus dem Boden gewachsen tauchten sie zwischen den Bäumen auf und jagten auf flinken Mustangs auf die Gruppe der Büffeljäger zu.
McLean und Jefferson hatten nur ihre Revolver bei sich. Fluchend rissen sie sie heraus, warfen sich hinter erlegte Bisons in Deckung und feuerten auf die anstürmenden Indianer.
Doch ihre Schüsse waren in der Aufregung schlecht gezielt. Ehe sie einen der Kiowas trafen, waren die halbnackten Reiter schon heran und warfen sich auf die verhassten Gegner. Auch O’Connor schoss mehrmals daneben. Betroffen sah er, wie Jefferson von einer Lanze am Boden festgenagelt wurde. Im nächsten Moment schrie McLean markerschütternd auf. Eine Streitaxt hatte sich in seine Schulter gegraben.
O’Connor holte mit seinem Blei einen Kiowa vom Pferd. Dann warf er sich herum und rannte Richtung Lager. Aber er kam nur wenige Schritte weit. Etwas bohrte sich in seinen Rücken und erzeugte dabei einen glühenden Schmerz. Dass es ein Pfeil war, wusste er nicht mehr. Er stürzte aufs Gesicht, grub die Hände in die Erde und starrte mit glasig werdenden Augen ins Leere.
Die anderen zogen sich kämpfend zu den Wagen zurück.
Sie waren noch sieben. Doch nur fünf von ihnen erreichten das Camp. Dort scharten sie sich bei den Wagen zusammen und schossen auf die Kiowas, was ihre Läufe hergeben konnten.
Zwei, drei der wilden Reiter kippten getroffen von den Pferden. Die anderen jagten schreiend weiter und überschütteten die Weißen mit einem Hagel aus Pfeilen. Mehrere Kiowas schossen auch mit Gewehren.
Craig brüllte auf. Er ließ sein Gewehr fallen, umklammerte einen aus seiner Brust ragenden Pfeilschaft und torkelte zwei Schritte rückwärts, ehe er zusammenbrach.
Sekunden später erwischte es auch Meece Callahan. Von einer Lanze durchbohrt, fiel er auf die Knie und drückte noch im Sterben seinen Revolver ab.
Roy Tamblin und die beiden anderen noch lebenden Büffeljäger wurden mit den Roten in ein Handgemenge verwickelt. Die Übermacht war erdrückend. Mindestens vier Indianer warfen sich auf Roy und versuchten, ihn zu Boden zu reißen. Aber Roy entwickelte übermenschliche Kräfte. Er schleuderte zwei der Gegner von sich, schmetterte dem dritten seinen leer geschossenen Colt ins Gesicht und griff den vierten mit bloßen Fäusten an. Mit einem harten Schlag schickte er auch ihn auf die Erde.
Im nächsten Moment wurde Roy von rückwärts angesprungen. Er stürzte mit dem Angreifer zu Boden und prallte hart auf. Die Luft blieb ihm weg. Gerade noch rechtzeitig sah er das Messer kommen und warf sich zur Seite, entging der Klinge knapp und umspannte verzweifelt das Handgelenk des wütend knurrenden Indianers.
Sie wälzten sich über den Boden, kämpften um das Messer, und jeder versuchte, den anderen unter sich zu bekommen. Dabei gerieten sie über den Rand der Uferböschung und rollten den Steilhang hinab. Eng umschlungen stürzten sie in das aufspritzende Wasser.
Roy schlug gegen einen aus dem Fluss ragenden Felsen und verlor fast die Besinnung. Er war auf das Ende gefasst, erwartete den tödlichen Stich. Doch sein Gegner hatte bei dem Sturz das Messer verloren und hatte selbst gegen die Strömung zu kämpfen, die sie beide fortriss. Während sich der Indianer mit der einen Hand über Wasser hielt, versuchte er mit der anderen, Roy Tamblin unter die Oberfläche zu drücken.
Sie stießen gegen Treibholz. Roy klammerte sich fest und holte tief Luft. Dann schlug er mit der Rechten nach dem Kiowa und traf dessen hassverzerrtes Gesicht.
Der Indianer lockerte seinen Griff. Roy nutzte das sofort aus und schlug noch einmal zu. Diesmal mit aller Kraft, die er noch besaß. Der Kiowa vergaß zu schwimmen und sackte ab, kam ein Stück flussabwärts noch einmal hoch, prallte aber mit dem Kopf gegen eine von weißer Gischt umschäumte Klippe und versank gänzlich in den Fluten.
Roy kam nicht zum Verschnaufen. Am Uferrand krachten Schüsse und schnellten Pfeile von zähen Bogensehnen. Mehrere Kiowas hatten die Szene im Wasser verfolgt und bemühten sich nun, dem jungen Büffeljäger den Garaus zu machen.
Die Kugeln wühlten rings um Roy das Wasser auf. Er tauchte unter und spürte im nächsten Moment einen harten Schlag an den Rippen. Vor seinen Augen wurde es schwarz. Rauschend schlugen die Fluten über ihm zusammen.
Die Indianer sahen, wie sich das Wasser rot färbte, und heulten triumphierend auf. Sie hielten ihren Feind für erledigt. So machten sie sich nicht die Mühe, nach ihm zu suchen, sondern kehrten auf die Uferlichtung zurück, um ihren Sieg über die Büffeljäger zu feiern.



Das kalte Wasser brachte Roy wieder zu sich. Er spürte, wie er gegen etwas stieß, griff instinktiv danach, fand aber keinen Halt. Ein dumpfer Schmerz durchzog seine linke Seite und lähmte den Arm. Gleichzeitig überkam ihn panische Angst.
Diese Angst war es, die seinen Selbsterhaltungstrieb wieder zum Vorschein treten ließ. Er war kurze Zeit bewusstlos gewesen, und jetzt drohte ihm der Tod durch Ertrinken.
Er hatte bereits eine Menge Wasser geschluckt. In seinen Ohren rauschte das Blut. Doch nun nahm er seine letzten Kräfte zusammen und bekämpfte seine Not.
Dem Ersticken nahe, gelang es ihm, die Oberfläche zu erreichen. Dicht vor ihm befand sich ein treibender Baumstamm. Er klammerte sich an einen geborstenen Ast und spie einen Schwall schlammiges Wasser aus. Dann ließ er sich einfach treiben.
Nichts wies mehr auf die Nähe von Indianern hin, Er hörte keine Schüsse mehr, kein Geheul. Nur der reißende, brüllende Fluss war um ihn, der hier ziemlich breit war und viele Strudel aufwies. Schnell glitten die felsigen Steilufer an Roy Tamblin vorüber.
Als er sich etwas erholt hatte, ließ er den Baumstamm los und trachtete mit kräftigen Schwimmstößen das nördliche Ufer zu erreichen. Erleichtert stellte er fest, dass sich die Linke doch gebrauchen ließ, wenn er nur den nötigen Willen aufbrachte und die Schmerzen verbiss.
Langsam kam die Uferbank näher. Er wurde zwar weit abgetrieben, doch er hatte Glück und gelangte in seichtes Wasser, ehe ihn die Kräfte verließen. Keuchend richtete er sich auf.
Er hatte es gerade noch rechtzeitig geschafft. Wenige Yards flussabwärts ragten gefährlich aussehende Klippen aus der schäumenden Flut und war die Strömung so stark, dass sie Roy Tamblin unweigerlich fortgerissen hätte. Er hätte in seinem Zustand keine Chance mehr gehabt.
Noch immer keuchend, watete er dem Ufer zu, das hier ziemlich dicht mit Büschen bewachsen war. Eine Minute später warf er sich erschöpft auf das sonnenheiße Geröll.
Er begriff, dass er der einzige Überlebende war. Roy verdankte seine Rettung einer glücklichen Schicksalsfügung. Doch in Sicherheit war er lange noch nicht.
Die Indianer kamen ihm in den Sinn. Suchten sie nach ihm? Wussten sie, dass er noch lebte?

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