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NS-Justiz und politische Verfolgung in Österreich 1938-1945


NS-Justiz und politische Verfolgung in Österreich 1938-1945

Analysen zu den Verfahren vor dem Volksgerichtshof und dem Oberlandesgericht Wien
1. Aufl.

von: Wolfgang Form, Wolfgang Neugebauer, Theo Schiller

CHF 264.30

Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Veröffentl.: 07.12.2011
ISBN/EAN: 9783110952087
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 852

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Beschreibungen

<p>Die NS-Strafjustiz und ihre Opfer sind für die Beurteilung der Rolle Österreichs in der Zeit des Nationalsozialismus und für das Selbstverständnis der Österreicher bis heute von erheblicher Relevanz. Die Instrumentalisierung des Widerstands und der Opfer und die Ausblendung der österreichischen Mitwirkung an en NS-Verbrechen war lange Zeit kennzeichnend für eine emotional geführten Diskussion um die Opferrolle Österreichs im "Dritten Reich". Mit dem Band <em>NS-Justiz und politische Verfolgung in Österreich 1938</em><span style="FONT-SIZE: 10pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman','serif'; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">–</span><em>1945</em>werden nun erstmals die Fakten zu diesem Thema zur Diskussion gestellt, die überlieferten Unterlagen aufgearbeitet und quellenkritisch und wissenschaftlich analysiert.</p>
<p>Der Großteil des deutschen und österreichischen Widerstandes gegen das NS-Regime wurde von der Gestapo zerschlagen. Viele Regimekritiker wurden von Gerichten abgeurteilt oder sofort ohne Verfahren in ein KZ eingeliefert. Die Unterlagen aus mehreren tausend Prozessen <span style="FONT-SIZE: 10pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman','serif'; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">–</span> Akten, Urteile, Anklagen, Protokolle und polizeiliche Unterlagen <span style="FONT-SIZE: 10pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman','serif'; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">–</span> sind oft die einzige Quelle zur historischen Rekonstruktion der Geschehnisse. Die Gerichtsdokumente geben einerseits Aufschluß über Umfang und das soziale Umfeld des Widerstandes sowie über die Motive, Ziele und Tätigkeiten einzelner Personen und Gruppen. Auf der anderen Seite lassen sie aber auch Rückschlüsse auf die Justiz, die Besetzung der Gerichte, Rechtsprechung, politische Steuerung und ideologische Intentionen zu. Die Urteile, Anklagen und Einvernahmeprotokolle sowie die vielfach in den Gerichtsakten enthaltenen Gestapodokumente sind die wichtigste Quelle für die Erforschung des Widerstands bzw. der nationalsozialistischen Repressionsmaßnahmen.</p>
<p>Der Band <em>NS-Justiz und politische Verfolgung in Österreich 1938</em><span style="FONT-SIZE: 10pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman','serif'; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">–</span><em>1945</em>wertet systematisch das überlieferte Quellenmaterial zu allen Verfahren wegen Hochverrats, Landesverrats und Wehrkraftzersetzung vor dem Volksgerichtshof und den Oberlandesgerichten Wien und Graz gegen insgesamt 6.300 Personen wissenschaftlich aus und vermittelt dabei Einblicke sowohl in den österreichischen Widerstand und in die nonkonformen Handlungen der Bevölkerung als auch in die Vorgehensweise des NS-Regimes bei der Instrumentalisierung des Strafrechts gegen politisch Andersdenkende.</p>
<p>Die in dem Band ausgewerteten Verfahrensakten sind für die Mikrofiche-Edition <em>Widerstand und Verfolgung in Österreich 1938</em><span style="FONT-SIZE: 10pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman','serif'; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">–</span><em>1945</em> außerdem vollständig verfilmt worden. </p>
<p>"Den Verfassern ist mit diesem Band ein veritables Standardwerk gelungen, das in keiner zeitgeschichtlichen oder rechtshistorischen Bibliothek fehlen darf."<br><em>Ilse Reiter-Zatloukal in: Mitteilungen der VÖB 4/2007</em></p>
<p>"Nur über wenige Bücher lässt sich bereits bei ihrem Erscheinen sagen, dass sie zur Standardliteratur zählen. Es braucht in diesem Fall keine prophetische Gabe um festzustellen, dass dieses Werk noch lange seinen verdienten Spitzenplatz in der einschlägigen Fachliteratur des deutschsprachigen Raumes einnehmen wird."<br><em>Peter Schwarz in: DÖW Mitteilungen, Feb. /2008</em></p>

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