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von Lynda Lys und Guy Brant

Ein Zeuge muss sterben

Ein Zeuge muss sterben

Kriminalroman von Lynda Lys und Guy Brant


Der Umfang dieses Buchs entspricht 119 Taschenbuchseiten.


Carrie Hill ist eine junge, ehrgeizige FBI-Agentin, die ihr Leben dem Kampf gegen das Verbrechen gewidmet hat. Mit ihrem Partner Rayn Taylor löst sie einen Kriminalfall gegen das organisierte Verbrechen im Drogenmilieu und versetzt die Welt der Gangster und Drogendealer in Unruhe, denn sie ist mit aller Macht bestrebt diesen Fall aufzuklären.



Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author / Titelbild: Nach Motiven von Steve Mayer, 2020

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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1

Ich stieg aus der Dusche und das komplette Badezimmer war durch den Phrasen des heißen Duschens vernebelt. Nach anderthalb Stunden Joggen war für mich das Duschen der krönende Abschluss. Klatschnass tapste ich bis zum Handtuchhalter und zog das dicke, flauschige Handtuch herunter. Ich wickelte mich darin rein und stellte mich gegenüber den Spiegel, der über das Waschbecken hing. Mit der rechten Hand wischte ich darüber und zum Vorschein kam ein verkrisseltes Bild meines Gesichts. Die kurzen, schwarzen Haare klebten mir aalglatt am Kopf, braune Augen mit kurzen, schwarzen Wimpern blickten mir entgegen. Ich nahm ein kleines Handtuch, welches neben dem Waschbecken hing und rubbelte mir über das Haar, bis es fast trocken war. Nun standen die Haare wild, kreuz und quer nach oben. Ich musste lachen, nahm den Fön und eine Bürste zur Hand und stylte den wilden Haufen zu einer annehmbaren Frisur. Anschließend verrieb ich etwas Haargel in meinen Handflächen und massierte es ins Haar, bis ich zufrieden war mit meinem Look.

Ich trocknete mich ab, ließ das Handtuch fallen und ging ins Schlafzimmer zurück. Aus der Kommode kramte ich Slip und BH und zog mich an. Ich schritt weiter zum Kleiderschrank, dessen große Schiebetür mit einem riesigen Spiegel versehen war. Mit dem, was ich dort sah war ich äußerst zufrieden. Eine junge schwarzhaarige Frau von 28 Jahren, 1,70 Meter groß, schlanke, fast knabenhafte Figur, aber mit einer guten Oberweite. Der durchtrainierte Körper zeigte kein Gramm Fett, sogar ein kleines Sixpack war zu erkennen. Von nix kommt nix, dachte ich, denn Sport und gesunde Ernährung gehörten schon immer zu meinem Leben. Meine Eltern, Mom Sportlehrerin an einer Highschool und Dad, jetzt pensionierter Policeofficer, achteten schon immer sehr darauf. Seit frühster Kindheit war ich Sportbegeistert und liebte Judo, Schwimmen, Joggen und sogar Boxen. Diese Arten von Sport waren für mich als FBI-Agentin auch sehr hilfreich. Mein Blick wanderte zu dem eingerahmten Bild auf dem ich mit meinem Dad zu sehen war. Es wurde auf der Abschlussfeier von meiner Ausbildung in Quantico aufgenommen. Ab da war es nicht mehr weit, eine FBI-Agentin von Amerika zu werden. Seit einem Jahr arbeite ich in New York als solche und ich bin stolz, dass ich es bis dahin geschafft habe.

Ich schlüpfte in meine Jeans, schmiss mir meine weiße Bluse über und glitt in meine weißen Sneakers. Ich hatte nach dem letzten großen Einsatz ein paar Tage frei und wollte in meinem gemütlichen Appartement mal wieder so richtig abschalten. Ich ging zum Store um die Ecke, kaufte drei Flaschen Wein und Unmengen von kulinarischen Leckereien, um auf gar keinen Fall an meinen freien Tagen raus zu müssen. Ich schleppte den schweren Einkauf nach Hause, schloss die Wohnungstür auf, da brummte mein Handy in der hinteren Gesäßtasche. Ich ließ die Taschen mehr oder weniger fallen, nestelte an meiner Jeans und zog das Handy heraus.

„Hill“, schnaufte ich ins Telefon. Am anderen Ende der Leitung hörte ich ein brummendes Lachen.

„Was schnaufst du denn so? Bist du gerade aus dem Ring gestiegen oder bist du einen Marathon gelaufen“, lachte Ryan.

„Ach du bist es Ryan. Nein, ich komme geradewegs vom Einkaufen und schleppe gerade die vollgepackten Tüten nach oben. Du weißt doch, dass ich paar Tage frei habe und diese wertvolle Zeit möchte ich nicht damit vergeuden, einkaufen zu gehen, also habe ich alles auf einmal eingekauft. Ist doch mehr geworden als ich dachte.“

„Carrie, ich möchte deine gute Laune jetzt nicht zerstören, aber...“ Rayn hielt inne und sprach nicht weiter.

„Was ist los Rayn?“, fragte ich besorgt. „Du hast doch was. Was ist passiert?“

„Unser Agent Bryce Baker, der an einer Drogensache dran war, kam in eine Schießerei und ist angeschossen worden. Er liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Er wird für längere Zeit ausfallen und unser lieber Vorgesetzter Calab Harris ist der Auffassung, wir beide sollten ab sofort den Fall übernehmen.“

Ich konnte mich an den Fall erinnern. An dieser Drogengeschichte war das FBI schon lange dran und Bryce hatte es geschafft sich als Maulwurf in diese Drogengang einzuschleusen.

„Ist Bryce aufgeflogen?“, wollte ich wissen.

„Nein, Gott sei Dank nicht. Die Gangster glauben noch immer, dass Bryce einer von ihnen ist. Wenn es dir recht ist, werde ich heute Abend zu dir kommen und dir alles über diesen Fall erzählen. Harris sagte, es sei nicht nötig, dass wir in die Zentrale kommen. Es tut mir wirklich leid, dass deine freien Tage flöten gehen.“

Somit hatte ich mit meinem Partner Rayn Taylor wieder einen neuen Auftrag.